Druckgeschwüre (Dekubitus) können insbesondere Menschen betreffen, die auf Grund einer Pflegebedürftigkeit oder Immobilität ans Bett gebunden sind. Wenn ein Mensch längere Zeit liegt und sich nicht bewegen kann, können Hautverletzungen entstehen. Durch das dauerhafte Liegen kann ein Druck auf das Gewebe einer Körperregion ausgewirkt werden und die Blutzirkulation kann gestört werden. Dadurch kann das betroffene Hautgewebe zu wenig Sauerstoff bekommen und die Hautzellen können absterben, was dann zu einer Wunde führen kann.

Die Wunden entstehen meist in Körperregionen, wo die Knochen vorstehen, also an Fersen, Hüften oder am Becken. Dort ist das Hautgewebe, wenn es lange Zeit in einer Position liegt, zwischen Knochen und Bett gedrückt und kann schneller beschädigt werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Dekubitusentstehung allmählich verläuft und was die Anzeichen sind. Auch die häufigsten Risikofaktoren sollten Sie kennen um vorausschauend handeln zu können. Die Wunden können schwere Folgen nach sich ziehen, wenn Sie nicht frühzeitig behandelt werden und sind schwer wieder zu heilen. Im Folgenden finden Sie deswegen Informationen zur Vorbeugung:

Dekubitus vorbeugen

  • Am wichtigsten ist es, die Person nie länger als 2 Stunden unbewegt im Bett liegen zu lassen: Unterstützen Sie die Person abwechselnde, neue Liegepositionen einzunehmen
  • Wenn die Person sitzt, unterstützen Sie sie dabei, häufig die Arme zu heben. 
  • Vermeiden Sie harte Unterlagen und verwenden Sie leichte und weiche Materialien
  • Vermeiden Sie es, Plastik oder andere ähnliche Materialien unter der Decke im Bett zu verwenden, da diese den Sauerstoffaustausch der Haut erschweren
  • Wechseln Sie die Bettwäsche häufig, um nasse Wäsche durch Schweis oder Urin zu vermeiden.
  • Achten Sie darauf, dass die Schlafkleidung der Person keine Knöpfe oder elastische Bänder enthält, da diese Reizungen der Haut verursachen können
  • Tauschen Sie die Matratze gegen eine Dekubitusmatratze ein oder benutzen Sie unterstützende Hilfsmittel. Auch bei Personen, die lange sitzen (beispielsweise im Rollstuhl) können spezielle Sitzkissen benutzt werden.
  • Achten Sie darauf, dass insbesondere nach Mahlzeiten keine Krümel oder andere Reste im Bett bleiben, da auch diese Hautreizungen auslösen können.
  • Schauen Sie täglich nach Wunden oder Auffälligkeiten an der Haut der Betroffenen, insbesondere in den Risikoregionen (s.o.)
  • Pflegen Sie die Haut mit unterstützenden Produkten. Fragen Sie dazu Ihren Hausarzt oder Pflegedienstmitarbeiter.
  • Achten Sie auch auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung der Person. 

Dieser Text wurde aus der Orginalquelle übersetzt: ASPASIA . Mit freundlicher Genehmigung von Anziani e non solo

ASPASIA                             ANS_vettoriale_trasparente (1)