Fern-Pflege und Telemedizin  – Angebote unterstützen pflege- und unterstützungsbedürftige Menschen dabei, möglichst eigenständig zu Hause zu wohnen. Auch für pflegende Angehörige können Sie Entlastung bieten.

Telecare nennt man die Sicherung einer Wohnung durch mehrere unauffällige Sensoren, die vor Gefahren warnen können. Beispielsweise vor einem Brand oder Gasleck aber sie können auch informieren, wenn Bewohner Hilfe brauchen.

Telemedizin nennt man die Überprüfung des Gesundheitszustandes eines Menschen durch technische Geräte aus der Ferne. Gesundheitsinformationen werden dabei beispielsweise über das Internet an Ärzte oder andere Fachkräfte gesendet.  So können Asthma, Herzprobleme, Diabetes, oder Bluthochdruck aus der Ferne überprüft oder überwacht werden, ohne dass ein Arzt nach Hause kommen muss oder ein Besuch beim Arzt notwendig wird.

Telecare

Der Zweck von Telecare ist es nicht, Sie als pflegende Angehörige überflüssig zu machen, sondern es Ihnen zu ermöglichen, mit ruhigem Gewissen und ohne Sorge abends in Bett gehen zu können. Denn durch Telecare werden Sie informiert, wenn eine Gefahr droht.

So berichten viele Angehörigen, dass sie durch verschiedene Telecare Angebote sogar berufstätig bleiben konnten beziehungsweise, dass sie so wieder einen Beruf aufnehmen konnten. Andere Vorteile sind:

  • Weniger Stress und Sorgen
  • Ein größeres Freiheitsgefühl, weil Sie wissen, dass Sie informiert werden, wenn eine Gefahr entsteht oder ihr/e Angehörige/r Hilfe braucht
  • Besserer Schlaf und mehr Zeit für sich und eigene Hobbies.

Die folgenden Liste zeigt Beispiele für Telecare Dienste. Natürlich sind nur Sensoren allein nicht die Lösung; die meisten Sensoren müssen mit Notfallzentralen verbunden werden, damit im Notfall reagiert werden kann.

 

Wasser- und Rauchmelder 

Wenn diese Sensoren Rauch oder Wasser (Überflutung) wahrnehmen, geben sie ein lautes Alarmgeräusch von sich um so Bewohner zu alarmieren. Sie können auch den Alarm an eine Notfallzentrale übertragen, die dann alles weitere in Angriff nimmt.

 

Gasmelder

Diese Sensoren nehmen ausströmendes Gas war und geben Alarm. Sie können auch den Gaszufluss abdrehen und so eine weitere Gefahr verringern.
Epilepsie – Sensor (technisches Hilfsmittel)

Diese Sensoren werden am Bett angebracht und messen Atmung, Herzschlag und Bewegungen. Im Notfall geben die Sensoren ein Signal an eine Notrufzentrale weiter, zum Beispiel über einen Hausnotruf.
Bett oder Stuhl – Sensoren

Diese Sensoren werden am Bett oder Stuhl angebracht und reagieren, wenn die Person das Bett oder den Stuhl verlässt und innerhalb einer festgelegten Zeit sich nicht wieder hinlegt oder setzt. Die Sensoren können außerdem das Licht anmachen, sodass die Person sich nicht im Dunkeln zurecht finden muss.
Sturzsenoren 

Sturzensoren können an Kleidung angebracht werden oder als Armband getragen werden und geben Alarm, wenn die Person gestürzt ist. Manche Mobiltelefone haben ebenfalls einen Sturzsensor integriert, der dann automatisch vorher eingespeicherte Nummern anruft.
Türsensoren

Sensormatten können vor Haus- oder Eingangstüren gelegt werden und mit der Haustür verbunden werden. So werden Sie  informiert, wenn Ihr/e Angehörige das Haus verlässt.

Telemedizin

Medizinische Daten von beispielsweise Blutdruckmessgeräten oder Sauerstoffmessgeräten können über ein service monitoring system an Gesundheitsfachkräfte übermittelt werden. Bei Problemen oder problematischen medizinischen Werten bieten manche Systeme sogar die Kontaktherstellung zu Ärzten über Videotelefonie. Telemedizin wird in Deutschland aber zur Zeit meist nur in Studien eingesetzt. Sollten die Studien den Wert von Telemedizin bestätigen, kann mittel- bis langfristig Telemedizin ein normales Versorgungsinstrument werden.

Vorteile von Telemedizin aus internationalen Studien:

  • Weniger Krankenhauseinweisungen
  • Erhöhung von Lebensqualität
  • Kostenersparnis
  • Positive Auswirkungen auf die Gesundheit / Krankheitsheilung

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