Ein geliebter oder nahestehender Mensch erkrankt plötzlich oder wird mit zunehmendem Alter pflegebedürftig. Eine Lebenswirklichkeit, die jeden (be)treffen kann. Ebenso selbstverständlich ist es für viele Menschen, helfen zu wollen. Dabei muss der Pflege eines nahestehenden Angehörigen nicht immer eine bewussten Entscheidung vorausgehen. Manchmal trifft es einen ganz unerwartet und unvorbereitet oder aber der Übergang zum Pfleger(in) vollzieht sich „schleichend“, indem es unmerklich, aber unweigerlich zu einer vermehrten Übernahme von Unterstützung und Hilfe für die betroffene Person kommt. Dabei sind die Herausforderungen und Anforderungen, die zu meistern sind, jeweils ganz unterschiedlich.
Vielleicht benötigen Sie (noch) keine professionellen Pflegedienste und es gelingt Ihnen, die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen größtenteils selbst zu schultern. Aber zumindest stundenweise kann Unterstützung von außen sehr entlastend sein und dabei helfen, die eigenen Batterien wieder neu aufzuladen. Erweitern Sie also unbedingt Ihr Helfernetz, ob das nun professionelle Hilfsdienste oder ehrenamtliche Helfer sind. Denn: „Gut zu pflegen bedeutet, die Grenzen seiner Belastbarkeit zu erkennen und bereit zu sein, Verantwortung ein Stück weit an andere abzutreten.“
Einen kranken Menschen zu pflegen, erfordert neben persönlichem Engagement und Intuition auch pflegebezogene Grundkenntnisse. Informieren Sie sich daher über die Krankheit des zu Pflegenden und den Umgang mit deren Symptomen (z.B. auf der Seite Erkrankungen und Pflegewissen im Untermenü links) bzw. holen Sie sich Rat bei professionellen Fachkräften oder Angehörigen-Gesprächsgruppen. Auskunft über konkret verfügbare Unterstützungsangebote, Hilfen und Pflegeleistungen finden Sie auf den folgenden Seiten.

Gemeinden als erste Anlaufstelle

Falls Sie als pflegender Angehöriger allgemeine Informationen und Beratung benötigen, sollten Sie sich am besten zunächst an Ihre jeweilige Gemeinde wenden. Vor allem die zuständigen Sozialbüros („office social“) können Ihnen im Hinblick auf finanzielle und rechtliche Aspekte bei Pflege und Begleitung weiterhelfen. Sie werden dort aber auch fündig, was lokale Angebote wie Essen auf Rädern, Transportmöglichkeiten, Dienstleistungen rund um Haus und Garten („services de proximité“) oder Aktivitäten zur Freizeitgestaltung angeht.
Unter www.syvicol.lu/annuaire-des-communes sind alle Luxemburger Gemeinden und ihre Dienststellen mit den jeweiligen Telefonnummern aufgeführt.

Ein weiteres hilfreiches Internetportal für alle administrativen Fragen ist www.guichet.lu der Luxemburger Regierung. Hier können Sie im „Bürgerportal“ unter der Rubrik Gesundheit/Soziales wichtige Verwaltungsvorgänge online erledigen oder nützliche Dokumente für Gesundheits- und Sozialleistungen (z.B. Anträge für Pflegeversicherung, Unterbringung in einem Altenheim, häusliche Hilfe etc) herunterladen:
http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/sante-social/index.html

Ambulante Pflegedienste sind professionelle Dienstleister, die eine Reihe häuslicher Dienstleistungen für den Kunden erbringen.Mehr
Es gibt so viele Lebensumstände im Alter wie es Menschen gibt.Mehr
Senioren-Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationen-Häuser, wie sie schon im Ausland bestehen, gibt es in Luxemburg momentan noch nicht.Mehr
Personen, die nach entsprechender Antragstellung als pflegebedürftig anerkannt wurden und zu Hause leben, können Hilfe bei den Aktivitäten des täglichen Lebens erhalten.Mehr
Die Anzahl der Menschen, die gepflegt werden müssen steigt mit der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft.Mehr
Ein geliebter oder nahestehender Mensch erkrankt plötzlich oder wird mit zunehmendem Alter pflegebedürftig.Mehr

 

Die Pflege eines geliebten Angehörigen kann, je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit und verfügbaren Unterstützungsressourcen, sehr zeitintensiv und beanspruchend sein.Mehr